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  • Rosa

Viareggio (IT) - Pisa (IT) - Portoferraio (IT)

Am 21.08.2021 fuhren wir morgens um 09:30 Uhr von Viareggio los in Richtung Pisa. Kurz bevor wir in den Arno einbogen, zog Oskar seine Angelleine rein. Seit Marseille versucht er bei jeder Fahrt einen Fisch zu fangen aber hatte bisher keinen Erfolg. Doch während er die Angelleine reinzog, begann plötzlich etwas im Wasser zu ziehen und zu zerren. Oskar drehte sich zu mir um und sagte ungläubig mit einer Stimme, die eine Oktave höher war als sonst: „Rosa, ich habe einen Fisch gefangen!“. Mithilfe des Keschers holte Oskar den Fisch raus. Während er sich um den Fisch kümmerte, versuchte ich herauszufinden, was er gefangen hat. Da wir beide keine Ahnung haben, können wir es nicht mit 100% Sicherheit sagen aber höchstwahrscheinlich war es ein Wolfsbarsch. Was für ein Glück! Wir fuhren in den Arno rein und in Richtung Pisa. Am Ufer des Arno sind zahlreiche kleine Häfen und bei einem davon hatte Oskar einen Platz für uns reserviert. Nach unserer Ankunft machten wir uns mit einem Bus auf den Weg in die Stadt.

Pisa ist eine schöne Provinzstadt mit prächtigen Gebäuden und schönen Straßenzügen. Man merkt, dass die Stadt reich und bedeutend war noch ehe Touristenmassen zum Schiefen Turm strömten. In der Stadt waren erstaunlich wenig Touristen, dafür war der Platz rund um den Turm voller Menschen. Auch wenn man so viele Bilder vom Turm gesehen hat und ich sogar vor vielen Jahren schon in Pisa war: wenn man vor dem Turm steht, ist der Neigungswinkel bemerkenswert.

Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Bus zurück zum Boot. Zum Abendessen gab es gebratenen Wolfsbarsch- es war köstlich!


Am Sonntag, den 22.08. stand Oskar heldenhaft früh auf und fuhr um 04:30 Uhr vom Hafen los, während ich noch schlief. Vor uns lag eine lange Strecke bis nach Elba und um noch am späten Nachmittag anzukommen, hat er entschieden, schon früh aufzubrechen. So fuhr Oskar beim Mondschein auf dem Arno zurück ins Mittelmeer. Gegen 8 Uhr stand ich auf, wir frühstückten und dann holte Oskar etwas Schlaf nach., während ich am Ruder war.

Laut Windvorhersage sollte der Wind aus Westen kommen, stattdessen war er wieder schwach und kam aus de Süden. Also konnten wir leider schon wieder nicht segeln sondern mussten mit dem Motor fahren. Es ist echt der Wurm drin!

Am Nachmittag machten wir eine kurze Pause und sprangen ins Wasser, um uns abzukühlen. Leider kam Oskar an die Funkantenne, sie löste sich trotz der leichten Berührung und fiel ins Wasser. Sie sank blitzschnell und war leider nicht mehr zu retten. Wie ärgerlich! Kaum haben wir ein neues Ankerlicht gekauft, müssen wir schon wieder ein Ersatzteil besorgen!

Um 17:45 Uhr kamen wir nach 58nm an. Elba ist deutlich größer als wir dachten! Wir ankerten in einer Bucht neben Portoferraio, der größten Stadt Elbas und ließen den Abend nach der 13 Stunden langen Überfahrt gemütlich mit Cidre und einem Hörbuch in der Abendsonne ausklingen.