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Solenzara (FR) - Porto-Vecchio (FR) - Île Lavezzu (FR)

Am Sonntag, den 05.09.2021 holte Oskar zum ersten Mal seit fast vier Wochen morgens ein frisches Baguette für uns. Seit Monaco gab es dafür keine Gelegenheit, da wir entweder in Italien waren (und das frische Foccacia ist zwar köstlich, aber ein viel herzhafterer Geschmack am frühen Morgen) oder keine Boulangerie in mehreren Kilometern Umkreis war. Mit unserem Ofen-Aufsatz für den Butan-Kocher können wir zwar Baguette etc. aufbacken, aber ein frisches Baguette ist um ein Vielfaches besser. Als Sonntagsfrühstück machte Oskar uns morgens ein English Breakfast und der Duft von gebratenem Speck und Spiegeleiern zog durch den Hafen. Hmmmhmm, sehr lecker!

Um 11 Uhr fuhren wir von Solenzara los. Der Wind war gnädig und wir konnten bei etwa 5 Knoten Wind ca. 10nm segeln, ehe der Wind schwächer wurde und wir den Motor dazu nehmen mussten. Nach 20nm Fahrt an der schönen korsischen Küste kamen wir nachmittags in Porto-Vecchio an. Vom Hafen aus spazierten wir zur Altstadt, die auf einer Anhöhe liegt. Die kleine Stadt ist schön, aber so touristisch, dass wir uns unwohl fühlten. Jeder Laden und jedes Restaurant wollte mit korsischen Spezialitäten, Postkarten, Badehosen oder Menüs auf Englisch Touristen anlocken. Nach einer Runde durch den Ort gingen wir daher schnell zurück zum Boot.

Oskar putzte das Deck, ich räumte den Innenraum auf. Dann machten wir einen Abendspaziergang am Strand. Wir kamen an sechs gestrandeten und geplünderten Segelbooten vorbei, die wahrscheinlich herrenlos bei Sturm an den Strand gespült und dann ausgeschlachtet wurden. Ein trauriger Anblick!

Am 06.09. gingen wir morgens in Porto-Vecchio einkaufen. In einem kleinen Fischladen und einem Supermarkt kauften wir alle Zutaten, um abends Sushi zu machen. Dann legten wir ab und fuhren von Porto-Vecchio nach Süden. Die Küste ist ab Port-Vecchio größtenteils unbebaut und besteht aus schroffen Bergen, die mit trockenen grünen Büschen und Bäumen bewachsen sind. Dazwischen ragen Felsen aus dem Wasser und in kleinen Buchten sind immer wieder Strände versteckt. Es war toller Segelwind und bei etwa 10-15 Knoten Wind konnten wir allein mit der Genua 5 Knoten schnell segeln.

Wir fuhren 22nm zur Île Lavezzu, einer der Hauptinseln des Lavezzi-Archipels. Die Inselgruppe besteht aus etwa 100 kleinen Inseln und Felsen aus Granit in der Straße von Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien. Die Ankerbucht, die Oskar für uns rausgesucht hat, war leider schon von etwa 20 anderen Booten belegt, aber wir fanden trotzdem einen schönen Platz. Die Bucht Cala Lazarina ist von glatten Granitsteinen, die aus dem Wasser ragen, eingegrenzt. Das Wasser war fantastisch klar, voller kleiner bunter Fische und schön warm. Dieses kleine Paradies war bisher die schönste Ankerbucht unserer Reise!

Abends machten wir Sushi, genossen den prächtigen Abendhimmel und spielten dann Siedler für 2.